Allgemeine Informationen über die Slowakei

Slowakei oder Slowakische Republik (slowakisch: Slovensko oder Slovenská republika)

Slowakei liegt im östlichen Mitteleuropa, grenzt im Südwesten an Österreich (Niederösterreich, 106 km), im Nordwesten an die Tschechische Republik (252 km), im Norden an Polen (547 km), im Osten an die Ukraine (98 km) und im Süden an Ungarn (669 km).

Als Folge der von slowakischen Nationalisten seit 1990 forcierten und Ende 1992 einvernehmlich verabschiedeten Auflösung der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik (ČSFR) - vormals kommunistische Tschechoslowakei - wurden am 1. Januar 1993 zwei autonome Staaten, die Tschechische und die Slowakische Republik konstituiert.

Slowakei weist eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von 110 Einwohnern/km² auf, wobei der Großraum um die Hauptstadt Bratislava am dichtesten, die Regionen, Banskobystrický und Prešovský kraj dagegen äußerst dünn besiedelt sind.
 

Übersicht

Fläche: 49.035 km²
Einwohner: 5,39 Millionen
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner/km²
Bevölkerung: 85,8 % Slowaken, der Rest ca. 9,5 % Ungarn, 1,8 % Roma (inoffiziell ca. 8,5 %), 0,8 % Tschechen, 0,6 % Ruthenen und Ukrainer, 0,1 % Deutsche
Hauptstadt: Bratislava (Pressburg)
Verwaltungsgliederung: 8 Bezirke
Amtsprache: Slowakisch
Währung: 1 Slovenská koruna / Sk (Slowakische Krone) = 100 halierov / h (Heller)
Zeitzone: MEZ
 

Politik

Slowakei ist eine parlamentarische Demokratie. Staatsoberhaupt ist der Präsident, die gesetzgebende Gewalt liegt beim Nationalrat.

Seit dem 1.05.2004 ist die Slowakische Republik Mitglied der Europäischen Union und des Europarats.
 

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Weitere Mitgliedschaften in internationalen Organisationen, u.a. CEFTA, CEI, EBRD, ILOILO, IMF, NATO, OECD, OSZE, UNESCO, UNO, WHO, WTO.
 

Verwaltung

Seit der Verwaltungsreform von 1996 gliedern sich die staatlichen und kommunalen Verwaltungseinheiten in 8 fiskalpolitisch unabhängige Bezirke ("kraje") und 79 Kreise.
 

Bezirk

Fläche
(in km²)
 

Einwohner
(in 1.000)
 

Einwohner
(je km²)
 

Hauptstadt

Banskobystrický
 

9.455

659

70

Banská Bystrica
(Neusohl)

Bratislavský
 

2.052

600

292

Bratislava
(Pressburg)

Košický
 

6.752

769

114

Košice
(Kaschau)

Nitranský
 

6.344

710

112

Nitra
(Neutra)

Prešovský
 

8.993

795

89

Prešov
(Preschau)

Trenčianský
 

4.502

602

134

Trenčín

Trnavský
 

4.147

552

133

Trnava
(Tyrnau)

Žilinský
 

6.801

693

102

Žilina
(Sillein)

Größte Städte

Einwohner
(in 1.000)
 

Bratislava
(Pressburg)

425

Košice
(Kaschau)

235

Prešov
(Preschau)

92

Nitra
(Neutra)

85

Žilina
(Sillein)

85

Banská Bystrica
(Neusohl)

82

Trnava
(Tyrnau)

69

Martin
 

60

Trenčin
 

57

Poprad
 

55

Prievidza
 

52

Zvolen
 

43

Považská Bystrica
 

42

Nové Zámky
 

41


Gerundete Einwohnerzahlen und Flächenangaben lt. letzten amtlichen Statistiken und Eigenangaben der Städte bzw. Verwaltungseinheiten, i.d.R. ohne Ballungsräume. Bei der Abgrenzung von Agglomerationen wurden auch inoffizielle Informationen und eigene Berechnungen zu Grunde gelegt. Die Daten können eventuell eine divergierende Aktualität und Genauigkeit darbieten.

 

Wirtschaft

Seit Ende der 90er-Jahre tragen insbesondere ausländische Direktinvestitionen, vorwiegend in den produzierenden und weiterverarbeitenden Industriezweigen, zum anhaltenden Wirtschaftsboom bei. Der industrielle Ausbau verläuft jedoch regional sehr unterschiedlich - die Entwicklung des westlichen Landesteils, um die Hauptstadt Bratislava, schreitet deutlich schneller voran als in den östlichen oder zentralen Regionen der Republik.

Die slowakische Industrielandschaft dominiert unangefochten der Automobilsektor, gefolgt von dem Maschinen- und Anlagenbau, der Pharma und Chemie, der Energieversorgung, der Metallverarbeitung und der Elektronik. Mit der Errichtung von Industrieparks, unter anderem für Automobilzulieferer, wird die Expansion des Fahrzeugbaus nachhaltig begünstigt.

Die slowakische Wirtschaft verzeichnet nach wie vor steigende Export- sowie gleichermaßen konstant hohe Importzahlen und die zweithöchste Wachstumsrate unter den mittelosteuropäischen EU-Staaten (nach Tschechien). Führende Investoren sind die Niederlande und Deutschland sowie Österreich.
 

Medien

Tageszeitungen:
Nový čas (Boulevard-Blatt), SME (rechtsliberales Blatt), Pravda (linksliberales Blatt), 24 hodín, Denník 24, Aktuality, Šport (Sportzeitung), Új Szó (in ungarischer Sprache), Práca (gewerkschaftsnahes Blatt), Korzár

Wochenblätter:
Nové Slovo, Plus 7 dní, Žurnál týždenník, Nový Čas Nedeľa, Domino fórum, Katolicke noviny (katholisches Blatt), Karpatenblatt (Blatt der Deutschen in der Slowakei)

Wirtschaftszeitungen:
Hospodárske noviny, Trend, Profit

Zeitschriften/Magazine:
Život, Eurotelevízia, Nový Čas pre Ženy, Eva, Rebecca, Slovenka, Báječná žena, Veľká Epocha (tschechisch-slowakische Ausgabe des Magazins Epoch Times)

Nachrichtenagenturen:
Die staatliche Tlačová agentúra Slovenskej republiky (TASR, seit 1992), die unabhängige private Presseagentur Slovenská tlačová agentúra (SITA, seit 1997), des weiteren Reuters Slovakia und Rómska tlačová agentúra.

Fernsehen:
STV1 und STV2 (öffentlich-rechtliche TV-Sender der Slovenská televízia (STV), Markíza (populärster Privatsender, 1996 gegründet), TV JOJ, TA3 (Nachrichtensender, 2001 gegründet), MusicBox TV (Musiksender)

Hörfunk:
Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Slovenský rozhlas (SRo) verbreitet landesweit fünf Hörfunkprogramme, Rádio Slovensko, Rádio Regina, Rádio Devín, Rádio _FM, Rádio Patria, darüber hinaus bietet sie über Radio Slovakia International weltweit tagesaktuelle Informationen zu Geschehnissen in der Slowakei in mehreren Sprachen an. Über das Internet ist außerdem das Radio INET.SK empfangbar. Weitere private und kommerzielle Radiostationen, u.a. Rádio Expres, Fun Rádio, Rádio Hey!, Rádio Hit FM, Rádio Kiss, Rádio Okey, Radio One, Rádio Viva senden überwiegend musikorientierte Hörfunkprogramme, eine Ausnahme der religiöse Sender Rádio Lumen.
 

Quellen:

Štatistický úrad Slovenskej republiky (Statistisches Amt der Slowakischen Republik), CIA The World Factbook, The Europa World Year Book, Auswärtiges Amt, bfai, Wikipedia, eigene Datenquellen
 

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